Die Arbeit im Ausland fasziniert mich seit mehr als zehn Jahren. Nach neun Jahren in Spanien ist mir die Iberische Halbinsel natürlich besonders nah. Doch auch die Folgen der Globalisierung in Marokko, die letzten Tage des Israel-Libanon-Krieges, die Rettung der 33 Bergleute in Chile oder auch die Folgen der Atom-Katastrophe in Japan sind Ereignisse, über die ich gerne berichtet habe. Jedes Land und seine Einwohner haben etwas zu erzählen. Oft entsteht dabei die Erkenntnis, dass vieles im eigenen Land gut aber nicht alles besser ist als anderswo.
Die Geschichten selbst durch den Sucher zu sehen, die Bilder dann selbst zu schneiden und am Ende kommt eine sendefertige Geschichte dabei heraus. Das ist der Videojournalismus. Mich begeistert die Verquickung von Journalismus und Produktionstechnik. Seit über zehn Jahren weiß ich die Vorteile dieser Art zu arbeiten sehr zu schätzen. Gleichzeitig kenne ich auch die Grenzen. Videojournalismus heißt übrigens nicht, dass ich unbedingt allein unterwegs sein muss. Helfende Hände sind immer gut.
Ganz nah dabei zu sein, wenn etwas passiert. Den Moment beschreiben, die Emotionen, Reaktionen. Die Bedeutung des Ereignisses für ein Land, die Menschen oder für die Natur – das ist die Faszination der Live-Berichterstattung. Live-Schalten sind das Salz in der Suppe. Schnelligkeit und Improvisation, die bei Nachrichtenereignissen dazu gehören, sind die ständige Herausforderung.